Wie alles begann.
Eine Werkstatt entsteht selten an einem Tag. Meist beginnt sie mit Neugier, einem ersten missglückten Stück und der Entscheidung, es trotzdem noch einmal zu versuchen.
Der Anfang
Die erste Töpferscheibe stand in einer kleinen Mietwohnung in Bonn, mehr Werkbank als Werkstatt. Es ging nicht um Perfektion. Es ging darum, herauszufinden, wie sich Ton unter den Händen verhält, wie viel Druck eine Wand verträgt, wann Wasser zu viel wird.
Die ersten Tassen waren schief. Manche fielen beim Brennen in sich zusammen. Trotzdem blieb die Frage: Was braucht ein Gefäß, das jeden Morgen benutzt wird?
Die Werkstatt
Nach einigen Jahren zog die Arbeit in einen eigenen Raum an der Kölnstraße. Platz für zwei Scheiben, ein Regal für trocknenden Ton, ein kleiner Brennofen im Nebenraum. Kein Schauraum, keine Vitrine. Nur Arbeitsfläche.
Hier entstand mit der Zeit ein festes System: bestimmte Tonsorten für Tassen, andere für Schüsseln, eigene Glasurrezepte, die über Monate angepasst wurden.
Die Technik
Wheel-Throwing, also das Drehen auf der Scheibe, blieb die zentrale Technik. Sie erlaubt runde, gleichmäßige Formen, ohne dass zwei Stücke identisch werden. Glasuren werden von Hand gemischt und in mehreren Schichten aufgetragen.
Der Schrühbrand härtet den Ton vor, der Glattbrand bei höherer Temperatur schmilzt die Glasur in die Oberfläche ein. Beide Schritte lassen sich nicht beschleunigen.
Der Alltag
Mit der Zeit rückte ein Gedanke in den Mittelpunkt: Keramik soll benutzt werden, nicht nur betrachtet. Tassen, die tagtäglich in der Hand liegen. Schüsseln, die im Küchenregal stehen, nicht im Schrank.
Aus diesem Gedanken sind die heutigen Kollektionen entstanden, schlicht in der Form und ruhig in der Farbe.
Die Werkstatt heute
Ein Blick in den Raum, in dem die Stücke entstehen.
„Es geht nicht darum, möglichst viel herzustellen. Es geht darum, dass ein Stück lange in Gebrauch bleibt und dabei schöner wird.“
Aus dem Alltag der WerkstattNeugierig auf die einzelnen Stücke?
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